Dem gierig aufgesperrten

Schlund der Weltwirtschaftskrise hab ich heute Morgen ein paar Milliarden Raureifdiamanten in den Rachen geworfen, die mir beim Joggen den Weg beglitterten.
Man beobachte die heutigen Börsenkurse: Mal sehen, ob meine Diamanten als Währung akzeptiert wurden.

4 Gedanken zu „Dem gierig aufgesperrten

  1. Erinnerung an … … eine langjährige Gewohnheit: immer mal wieder das Geld abstrafen, es mit einem Kübel der Verachtung überschütten und ihm zeigen, wer der Herr im Ring ist. Wie? Meist draussen in der Natur oder am Feldrand greife ich in meine rechte Hosentasche und werfe alles Kleingeld, dessen ich dort habhaft werden kann „en passant“ und ohne mit der Wimper zu zucken in einem weitem Bogen von mir weg. Leicht zeitverzögert kann ich die kleinen Mistdinger in einer losen Folge hell klingender Klimpereien auf dem Acker einschlagen hören. Welch Freude! Wann es angefangen hat? Es geht schon lange so …

    • Nicht unpoetisch, Herr Labradudel. Ich hatte vor ein paar Tagen noch eine andere Idee: Ich wollte einen größeren Geldschein, sagen wir fünfzig Euro, an den Stamm eines der Bäume heften, die meine Joggingstrecke säumen. Darunter ein Schild: „Nehmen Sie sich dieses Geld nur, wenn Sie es WIRKLICH nötiger haben als der nächste Obdachlose, der hier vorbeikommt!“
      Natürlich hätte ich mich in der Nähe versteckt und gefilmt, ob die braven Fußgänger, die dort täglich entlang spazieren, der Versuchung Herr geworden wären. Wahrscheinlich wäre das Experiment schnell zu Ende gewesen. Aber die paar Freunde, denen ich von meiner Idee erzählte, sagten, sie hätten es nicht genommen. Außer einem. Du kannst Dir denken, wer ; )

  2. Spieltheorie? Man sollte sich vielleicht damit beschäftigen. Werteste, sie haben durchaus eine sehr persönliche und schwer verifizierbare Versuchsanordnung gewählt, obwohl sie mir aus ästhetischer Perspektive natürlich sehr gefällt. Man stelle sich den nebelbelegten Park so gegen sieben Uhr morgens vor, wenn die ersten Sportbeflissenen um den güldenen Baum tänzeln und sich die Frage nach der Existenz des freien Willens in Zeitlupe stellen, aber nicht beantworten liesse. Wäre der Schein eigentlich wirklich zugänglich oder mit Ponal fest mit der Rinde verbunden?

    • Herr Labra, Sie haben Ihren Nick von -dudel zu -doodle amerikanisiert!
      Und mit Ihrer (sehr berechtigten) Frage, ob der Geldschein mit Ponal am Stamm festzukleben wäre, haben Sie überdies meine ganze fiktive Versuchsanordnung verfiesmenschlicht. Darüber muss ich nun nachsinnen und werde es, bin auf dem Weg in die Agentur.

      Winkend, vom güldenen Baum
      Ihre

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