Paulus Böhmer

wird am Dienstag, den 16. September um 20:30 in der Romanfabrik aus seinem Langgedicht „Am Meer“ vortragen.

Kommt, wenn Ihr könnt.
Böhmer schreibt ganz wunderbar. Ihm zuhören ist schwimmen; seine Sprache eine dichte Salzkonzentration, die zulässt, sich in dem auszubreiten, was eigentlich flüssig ist und einen untergehen ließe.

Die Texte zu lesen ist kräftezehrender, als ihnen zu lauschen, besonders, wenn Böhmer im Wechsel mit dem Schauspieler Peter Heusch liest, wie er es auch dieses Mal tun wird. Für mein Empfinden ist Paulus Böhmer absolut einzigartig in seiner Sprache, vergleichbares hatte ich vorher nie gelesen. Schwer, zugegeben, die Konzentration zu halten, schwer, auf dem Sitz zu bleiben, wenn die Gedankenketten ein-, zwei Stunden immer weiter führen, ohne Inseln, ohne den Zucker des Trivialen. Er liest immer ein wenig zu lang, Paulus Böhmer.

Wer durchhält (ich hab mal einen Marathon mit ihm durchgehalten, vier Stunden am Stück, das war hart), wer durchhält also, taumelt verzaubert und beeindruckt ins Freie.

Romanfabrik
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt a.M.
Lesung (diesmal kein Marathon, sondern ne ganz „normale“ ; )
am
16: September 20:30 Uhr

http://blogs.taz.de/schroederkalender/2008/08/31/paulus_boehmer_am_meer_32

Für einen Vorgeschmack.

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